Nutzungsordnung (General Rules of Usage)

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Meßzeit

Unter Meßzeit verstehen wir die Zeit, die einem Nutzer zur Verfügung steht. Dazu zählen auch Umbauten, Probenkopfwechsel und ähnliche Arbeiten, die in direktem Zusammenhang mit einer Messung stehen. Gerätewartung (Kryogen-Füllungen, Reparaturen etc.) gehören  nicht zur Meßzeit.

Meßzeitvergabe

Das Kriterium zur Vergabe vom Meßzeiten ist die wissenschaftliche Notwendigkeit. So sollte grundsätzlich bei Hochfeld-Messungen die Notwendigkeit zur Messung bei höherem Feld anhand von 500 MHz- oder 600 MHz-Spektren belegbar sein. In Ausnahmefällen - z.B. wegen geringer Haltbarkeit der Probe - kann auf solche Referenzspektren verzichtet werden. Bei der Vergabe der Meßzeiten wird aus Gründen der Effektivität eine Vergabe in größeren Blöcken - z.B. wochenweise - angestrebt.

Meßzeit-Ausfall

Sollte die Nutzung des Gerätes innerhalb der dem Nutzer zugewiesenen Meßzeit aus technischen Gründen nicht möglich sein, erfolgt ein möglichst zeitnaher Ausgleich; weitergehende Ansprüche gegen das BNMRZ sind ausgeschlossen. Bei kurzfristiger Absage (weniger als 10 Tage vor Beginn) der vereinbarten Meßzeit aus Gründen, die das BNMRZ nicht zu verantworten hat, besteht kein Anspruch auf Ausgleich, wenn das betroffene Gerät nicht anderweitig genutzt werden kann. Generell bemüht sich das BNMRZ bei der Absage von Meßzeit stets einen Ersatznutzer zu finden, es sollte daher in solchen Fällen möglichst frühzeitig kontaktiert werden.

Umbauten

Jegliche Umbauten an den Geräten werden nur durch das dazu autorisierte Personal des BNMRZ vorgenommen. Dies gilt ebenso für Eingriffe in die technische Installation der Meßräume (Klimatisierung, Rauch-, Sauerstoffmangel u.a. Sensoren, USV etc.). Die Geräteverantwortlichen des BNMRZ enscheiden eigenverantwortlich über Umbauten, die der Nutzer im Einzelfall selbst vornehmen darf.

Abschluß der Messungen

Nach Meßzeitende hat der Nutzer den Meßplatz aufzuräumen und alle Geräte in einen sicheren Betriebszustand zu versetzen. Die Gerätenutzung und die wichtigsten Messparameter sind im Geräte-Logbuch zu dokumentieren. Hierzu zählen: Namen der gemessenen Datensätze, Pulslängen, Messtemperaturen, spezifische Verkabelungen und alle für die Messung gemachten Modifikationen des Gerätes.
Beobachtete Störungen, Fehlermeldungen und andere Auffälligkeiten sind im Logbuch einzutragen und die Geräteverantwortlichen darüber zu informieren.

Speicherung der Meßdaten

Rohdaten werden auf den Spektrometer-Festplatten für mindestens 4 Wochen aufbewahrt, prozessierte Daten können jederzeit gelöscht werden. Für die Spektrometer-Platten wird keine automatische Sicherung durchgeführt! Es liegt in der Verantwortung der Nutzer, ihre Daten möglichst unmittelbar nach Meßende auf geeignete Datenträger zu transferieren.

Nutzungskosten

Allen BNMRZ-externen Nutzern werden die Nutzungskosten anteilig in Rechnung gestellt. Für akademische Nutzer gelten dabei die Regeln der DFG für die Kostenumlage in core facilities, für industrielle Nutzer mindestens die Vollkosten-Abrechnung (gemäß Art. 87 EG-Vertrag und Vorgaben des Freistaats Bayern / StMWFK).

Reparaturen

Alle anfallenden Reparaturkosten werden vom BNMRZ getragen bzw. sind pauschal in den Nutzungskosten enthalten. Von dieser Regelung ausdrücklich ausgenommen sind grob fahrlässige oder vorsätzliche Beschädigungen. Deren Kosten sind in jedem Falle alleine vom Verursacher zu tragen.